Brexit bis 31. Oktober verschoben

Nachdem mehrere Abstimmungen im britischen Parlament gescheitert waren, hatte Theresa May eine Verschiebung des Brexits beantragt. Auf einem EU Sondergipfel am 10. April konnte May sich mit den verbliebenen 27 EU-Staaten auf eine Verschiebung des Brexits auf den 31. Oktober einigen. 

EU-Ratspräsident sprach von einer "flexiblen" Verlängerung, bei der Großbritannien zu jedem Zeitpunkt austreten könne, spätestens jedoch am 31. Oktober. "Dies gibt dem Vereinigten Königreich sechs weitere Monate, um die bestmögliche Lösung zu finden," so Tusk auf Twitter. Er warnte die Brite aber auch eindringlich: "Bitte verschwenden Sie diese Zeit nicht." Eine Nachverhandlung des Austrittsdeals schlossen die EU-27 aus.

Brexit-Verlängerung wird begrüßt

Die Verlängerung der Brexit-Hängepartie kommt nicht nur gut an, befürchtet werden eine weitere Hängepartie und Auswirkungen auf die Wirtschaft. Die Generaldirektorin des Unternehmerverbands CBI, Carolyn Fairbairn, twitterte "Die drohende wirtschaftliche Krise konnte verhindert werden, aber sie muss einen Neuanfang darstellen". Ähnlich äußerte sich der Chef des Handelskammerverbands BCC Adam Marshall. Er warnte vor einem Desaster, falls wieder auf Zeit gespielt würde. Er stellte klar, dass Unternehmen Antworten bräuchten, "um für die Zukunft planen zu können".

Die Verschiebung wird vom deutschen Privatbankenverband zwar begrüßt, er mahnt aber mehr Tempo an. Die deutschen Exporteure beschreiben die Verschiedung als das "kleinere Übel". BGA Präsident Holger Bingmann dazu: "Der wirtschaftliche Preis dafür ist, dass die Unternehmen dies- und jenseits des Kanals in den kommenden Monaten weiter in der Luft hängen, was die Ausgestaltung der künftigen Wirtschafts- und Handelsbeziehungen betrifft.". 

Informationen rund um den Brexit, die unterschiedlichen Szenarien und Auswirkungen übersichtlich zusammengestellt unter www.dbh.de/brexit

 

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