Übergangsfrist bis zur operativen Nutzung der elektronischen Systeme

Informationen aus Brüssel zur geplanten Änderung des Artikel 278 UZK

Aufgrund diverser Schwierigkeiten (Ressourcen, Zeitpläne, Budget, etc.) bei der Umsetzung aller vorgeschriebenen elektronischen Systeme oder auch der Erweiterungen schon bestehender Lösungen, hat die Kommission erkannt, dass Verschiebungen für die geplante Vorgehensweise notwendig sind. Als Beispiel wären hier die Erneuerungen im Bereich AES und NCTS zu nennen, die eine Verschiebung unausweichlich machen. Da jedoch im aktuellen Wortlaut des Artikel 278 UZK als Datum für das Ende der Übergangsfrist der 31. Dezember 2020 festgeschrieben ist, würden die notwendigen Verschiebungen der IT Projekte zu einer rechtlichen Problemstellung führen. 

Deshalb ist die EU Kommission dabei, einen angepassten Text für den Artikel 278 UZK zu erarbeiten. Darin soll das Enddatum für die Übergangsfrist den Anforderungen entsprechend angepasst werden. Das neue Datum muss mindestens so gewählt werden, dass anstatt 2020 nun 2023 festgeschrieben wird. Letztlich ist jedoch abzuwarten, ob nicht gar ein „Sicherheitspuffer“ mit einkalkuliert wird und das besagte Datum dann mit 2025 fixiert wird.

Terminplanung

Die zum gegenwärtigen Stand geplanten Termine für die Anpassungen und damit auch die Inbetriebnahme der ATLAS Version sehen wie folgt aus:

  • Import (inklusive der besonderen Verfahren bei der Einfuhr – Zolllager, AV, etc.; ATLAS 10.0) = 30.09.2020
  • Export (AES 2 im UZK; AES 3.0 Version als Modul in DE) = 26.02.2021
  • Versand (NCTS 2 im UZK; integriertes Modul in ATLAS 10.0) = 30.09.2020

Die hier aufgeführten Datumsangaben beziehen sich auf den tatsächlichen Echtbetriebsbeginn für alle Beteiligten, also Zollverwaltung und Wirtschaft. Somit ist davon auszugehen, dass die Zertifizierungen wie gewohnt ca. 1 Jahr vorher beginnen werden. 

Immer auf dem Laufenden mit dbh

dbh wird wie immer frühzeitig alle notwendigen Anpassungen und Ergänzungen für Sie implementieren. Unser Zollfachmann Uwe Liebschner vertritt die IPCSA in Projektgruppen und mehreren Ausschüssen einschließlich ECG und TCG auf EU-Ebene in Zollangelegenheiten. Mit seinen Hauptthemen Unionszollkodex und Single Window ist er unser Draht nach Brüssel.