Ab dem 01.09.2026 führt die Zollverwaltung die neue Schnittstelle zwischen ATLAS-Versand und ATLAS-Ausfuhr ein. Damit wird ein Datenabgleich zwischen Versand- und Ausfuhranmeldungen verpflichtender Bestandteil der Zollabwicklung. Unternehmen sollten ihre Prozesse frühzeitig überprüfen, um Datenabweichungen zu vermeiden und einen reibungslosen Ablauf ihrer Zollverfahren sicherzustellen.
Eine moderne Zollsoftware kann dabei unterstützen, relevante Ausfuhrdaten automatisiert zu übernehmen und die neuen Anforderungen effizient umzusetzen.

Was ändert sich mit der neuen ATLAS-Schnittstelle?

Mit der Inbetriebnahme der Schnittstelle setzt die Zollverwaltung die bereits in den ATLAS-Teilnehmerinformationen 0611/2024, 0693/2024 und 0767/2025 angekündigten Änderungen um.

Künftig erfolgt bei der Versandweiterleitung ein systemseitiger Abgleich zwischen der Versandanmeldung und der zugrunde liegenden Ausfuhranmeldung. Dabei überprüft ATLAS insbesondere die Übereinstimmung folgender Angaben:

  • Warennummer
  • Eigenmasse
  • Bestimmungsland
  • Art der Versandanmeldung
  • Status der Ware
  • Verfahrenscode des Ausfuhrvorgangs

Das Ziel ist eine höhere Datenqualität und eine konsistente Verarbeitung von Zollverfahren innerhalb des ATLAS-Systems.

Warum sollten Unternehmen jetzt handeln?

Weichen Angaben in Versand- und Ausfuhranmeldung voneinander ab, können künftig Fehlerhinweise oder Ablehnungen durch die ATLAS-Prüfungen entstehen.

Für Unternehmen bedeutet dies:

  • Höhere Anforderungen an die Datenqualität
  • Weniger Spielraum für manuelle Fehleingaben
  • Größere Bedeutung einer durchgängigen Datenübernahme
  • Bedarf an digital unterstützten Zollprozessen

Insbesondere Unternehmen mit hohen Sendungsvolumina profitieren von einer Zollsoftware, die Daten automatisiert verarbeitet und Medienbrüche vermeidet.

Gestellung am Ausgang bei Versandweiterleitung

Damit die erforderlichen Daten der Ausfuhranmeldung für das Versandverfahren zur Verfügung stehen, hat die Zollverwaltung die Funktion „Gestellung am Ausgang bei Versandweiterleitung“ geschaffen.

Diese ermöglicht es, die relevanten Informationen aus der Ausfuhranmeldung abzurufen und für die Versandanmeldung zu nutzen. Dadurch können Inkonsistenzen bereits vor der Übermittlung an ATLAS vermieden werden.

Automatische Ausfuhrdatenabfrage mit Advantage Customs

Um Unternehmen bei der Umsetzung der neuen Anforderungen zu unterstützen, hat dbh die Funktion „Ausfuhrdatenabfrage“ in Advantage Customs entwickelt.

Die Funktion ermöglicht die automatische Übernahme relevanter Daten aus der Ausfuhranmeldung in die Versandanmeldung. Dadurch wird sichergestellt, dass die für den ATLAS-Abgleich erforderlichen Informationen konsistent übernommen werden.

Die Vorteile im Überblick:

  • Automatische Übernahme von Ausfuhrdaten
  • Reduzierung manueller Eingaben
  • Vermeidung von Datenabweichungen
  • Höhere Prozesssicherheit
  • Weniger Korrekturaufwand
  • Unterstützung bei den neuen ATLAS-Prüfungen

Für viele Unternehmen wird die automatisierte Datenübernahme durch eine leistungsfähige Zollsoftware zum entscheidenden Erfolgsfaktor, um die neuen Anforderungen effizient umzusetzen.

Besondere Regelung für Luftfracht und Road Feeder Service

Für Ausfuhrvorgänge im Luftverkehr sowie im Road Feeder Service (RFS) gilt eine Ausnahme.

In diesen Fällen muss in der Versandanmeldung im Feld „Zusätzliche Information“ der Code T0002 angegeben werden.

Der Code steht für Sonderverfahren bei vorangegangenen Ausfuhrvorgängen im Luftfracht- oder Luftfrachtersatzverkehr.

Unternehmen aus dem Luftfrachtbereich sollten ihre Prozesse und Stammdaten rechtzeitig überprüfen, um die korrekte Anmeldung sicherzustellen.

Fazit

Die neue Schnittstelle zwischen ATLAS-Versand und ATLAS-Ausfuhr wird die Anforderungen an die Datenkonsistenz in Zollverfahren deutlich erhöhen. Unternehmen sollten die verbleibende Zeit bis zum 01.09.2026 nutzen, um ihre Prozesse zu überprüfen und auf die neuen Prüfmechanismen vorzubereiten.

Mit der Funktion Ausfuhrdatenabfrage unterstützt die Zollsoftware Advantage Customs dabei, relevante Daten automatisiert zu übernehmen, Fehlerquellen zu minimieren und die zukünftigen ATLAS-Anforderungen sicher zu erfüllen.

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