F-Gase (fluorierte Treibhausgase) sind künstlich hergestellte Stoffe, die als Kältemittel in Wärmepumpen, Klimaanlagen und Kühlschränken sowie in Sprays oder Dämmstoffen eingesetzt werden. Sie sind oft nicht brennbar und giftig, haben jedoch ein bis zu 23.500-fach höheres Treibhauspotenzial als CO2. Aufgrund ihrer extremen Klimaschädlichkeit werden sie durch die neue EU-F-Gase-Verordnung schrittweise durch natürliche Alternativen ersetzt.
Die Verordnung ist ein Beitrag, um die Emissionen des Industriesektors weiter zu senken. Die Emissionsreduktion fluorierter Treibhausgase soll durch drei wesentliche Regelungsansätze erreicht werden:
- Weitere schrittweise Beschränkung (Phase down) der am Markt verfügbaren Mengen an teilfluorierten Kohlenwasserstoffen (HFKW),
- Erlass weiterer Verwendungs- und Inverkehrbringensverbote, wenn technisch machbare, klimafreundlichere Alternativen vorhanden sind, sowie neuer Inbetriebnahmeverbote,
- Beibehaltung und Ergänzung der Regelungen zu Emissionsbegrenzung, Dichtheitsprüfungen, Zertifizierung, Entsorgung und Kennzeichnung.
Mit der F-Gas-Verordnung soll insbesondere ein Anreiz zur Verwendung von Alternativen anstelle von F-Gasen geschaffen werden.